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STEPHANIE.GLÄSER

STEPHANIE.GLÄSER

FOTOGRAFIE & WEBDESIGN

Das Stanser Horn

Mit der Cabrio-Luftseilbahn aus einer ganz anderen Perspektive den Berg erreichen

Nachdem ich am Vormittag auf dem Pilatus war und über Alpnachstadt mit Zahnradbahn wieder hinuntergefahren bin, sollte am Nachmittag noch zum Stanser Horn. Dies ist auch vollkommen unproblematisch möglich. Mit der Bahn geht es über Hergiswil in ca. 20 Minuten nach Stans. Mit dem Auto ist man nur 10 Minuten unterwegs. Es lohnt sich den kleinen Ortskern von Stans anzuschauen und am Marktplatz in einem der Restaurants einzukehren. 

ST. PETER UND PAUL KIRCHE

Die Kirche St. Peter und Paul ist eine römisch-katholische Kirche im Ortskern von Stans. Sie wurde 1641–1647 nach Plänen des Baumeisters Jakob Berger im frühbarocken Stil erbaut. Der romanische 67 m hohe Kirchturm wurde um 1200 n. Chr. erbaut und war bereits ein Teil der
Vorgängerkirchen. Er erhielt Ende des 17. Jahrhunderts einen neuen Helm.

Die Kirche ist nach Art einer Basilika gebaut, mit zwei niedrigeren Seitenschiffen und einem hohen gewölbten Mittelschiff. Sie ist nach Süden orientiert. Im Norden ist der Haupteingang, dem ein Vorzeichen vorangestellt ist, das über eine hohe Pyramidentreppe erreicht wird. Der Chor befindet sich dementsprechend im Süden. Er wird auf seiner Westseite flankiert vom Turm mit seinen Uhrengiebeln und dem hohen Spitzhelm.

Im Innern ist das Kirchenschiff geprägt vom Gegensatz reicher Stuckierung in weiß und schwarzem Marmor der Pfeiler und Altäre. Durch die farblose Verglasung der zahlreichen Fenster ist das Kircheninnere sehr gut mit Tageslicht belichtet. Neben dem Hochaltar an der Stirnseite des eingezogenen Chors befinden sich rechts und links des Chorbogens jeweils zwei Seitenaltäre. Im hinteren Bereich gibt es zwei Emporen-Ebenen. Die unter Empore aus Holz ist geteilt durch einen hohen Portalbogen. Darüber befindet sich die stuckierte Orgelempore, auf der die Hauptorgel sehr hoch über dem Kirchenschiff platziert ist.

DIE STANSERHORNBAHN

Nur ein paar Minuten vom Ortskern entfernt, liegt die Stanserhornbahn. Von hier ab geht es aufwärts. Die im Jahr 1893 eröffnete Stanserhorn-Bahn war eine elektrisch betriebene Standseilbahn auf den 1898 m ü. M. hohen Berg der Zentralschweizer Voralpen. Die heute noch betriebene untere Sektion verbindet als meterspurige Standseilbahn die Station Stans (450 m ü. M.) über einer Länge von 1550 m mit der Zwischenstation Kälti (710 m ü. M.). Sie ist mit einer durchschnittlichen Steigung von 17 % und einer maximalen Steigung von 27,5 % relativ flach.
Die nostalgischenund und offenen Wagen bieten bei schönem Wetter einen wunderschönen Rundumblick auf die Umgebung.

In der zweiten Sektion wird dann  die 2012 neu errichtete Cabrio-Luftseilbahn abgedeckt. Sie ist eine zweispurige, breitspurige, auf je einem Tragseilpaar laufende doppelstöckige Pendelbahn. Ihre beiden Kabinen, eine je Spur, können je 60 Fahrgäste aufnehmen. Der Clou dabei ist das über eine Wendeltreppe begehbare Oberdeck, wodurch man die Fahrt sozusagen auf der Dachterasse erleben kann.

Überrascht war ich wie sanft die Bahn läuft und wie wenig sich die Gondel auch bei der Überfahrt an den Pylonen bewegt. Um dies zu erreichen wurden die Trag- und Zugseile an den Seiten der Kabine angebracht. Zusätzlich wurde der Bodenbereich mit Stabilisatoren ausgestattet. Bis dahin eine Innovation im Luftseilbahn Bau. Dadurch ist die Cabrio-Luftseilbahn nahe dem Schwerpunkt aufgehängt. 

Ein Blick zurück bietet während der Fahrt einen wunderbaren Ausblick auf den Vierwaldstättersee.

AUF DEN GIPFEL DES STANSERHORNS

Oben angekommen lädt natürlich das Gipfelrestaurant und die Dachterasse zum Verweilen ein. Aber es lohnt sich ebenso zunächst eine kleine Wanderung bis zum Gipfel des Stanserhorn auf 1897m zu unternehmen. Für den Rundweg braucht man etwa 30 Minuten und ist für fast jeden machbar. Neben der alpinen Flora und Fauna bietet sich ein Blick nicht nur auf den Vierwaldstättersee, sondern ebenso auch auf den Sarnersee, den Sempachersee, den Baldeggersee, den Hallwilersee, den Zugersee, den Wichelsee, den Bannalpsee (Stausee), den Gerzensee, sowie den Alpnachersee.

GASTRONOMIE UND DACHTERASSE FÜR SONNENANBETER

Neben der Bergbahnen ist auch das Bergrestaurant auf dem Stanserhorn ein Besuch wert. Die Einheimischen nennen das Stanserhorn gern auch den „Fünfsternberg“. Das kommt wegen des etwas ungewöhnlichen Grundrisses des Restaurants “Rondorama”. 

Wie zumeist in der Schweiz sind die Preise der Seilbahnen nicht ganz billig. Die Einzelfahrt kostet 37 Fr und die Fahrt in beide Richtungen dann 74 Fr.  Mit Halb Tax reduzieren sich die Kosten auf 50%, mit dem Swiss Travel Pass ist die Fahrt kostenlos.

Im Sommer gibt es donnerstags bis samtags auch Abendfahrten, so dass den Ausblick zum Sonnenuntergang erleben kann.

 www.stanserhorn.ch